Das libanesische Militärgericht hat am Donnerstag nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Armee und Anhängern des salafistischen Predigers Ahmad Al-Assir in Sidon, im Süden Libanons, gegen 37 Personen Anklage erhoben. Einigen dieser Angeklagten droht die Todesstrafe.
Anklagepunkte sind: Gründung bewaffneter verbrecherischer Gruppen, Anschlag auf die Integrität der Regierung, Angriff auf die libanesische Armee, vorsätzliche Verletzung und Tötung von Soldaten, Zerstörung von Militärfahrzeugen sowie Bewaffnung mit Kriegswaffen und Sprengsätzen.
In der Anklageschrift heißt es: Ahmad Al-Assir greift in seinen Reden die Streitkräfte an, hetzt die Menschen auf und gefährdet den Frieden im Land. Er und seine Söhne sind die Hauptangeklagten in diesem Fall.
Bei den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Al-Assir und der libanesischen Armee in Sidon wurden 21 Soldaten getötet und über 100 verletzt. Libanesische Sicherheitskräfte verhafteten 180 beteiligte Salafisten.